Branchenkompass 2011

Kreditinstitute

Aktuelle Entscheiderbefragung

Herausgeber:
F.A.Z.-Institut und Steria Mummert Consulting.
Veröffentlichung:
November 2011
Sprache:
Deutsch
Format:
36 Seiten, broschiert
ISBN-13:
978-3-89981-680-8

75,00

Die immer strengere Regulierung der Finanzbranche sowie die Schuldenkrisen werden die Kreditinstitute in absehbarer Zeit nicht zur Ruhe kommen lassen. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der diesjährigen Entscheiderbefragung für den „Branchenkompass 2011 Kreditinstitute“ unter deutschen und österreichischen Kreditinstituten wider. Pessimismus und Ungewissheit sind in diesem Jahr besonders groß. So erwarten die meisten Banker, dass die Branchenentwicklung bis 2014 hinter der Gesamtwirtschaft zurückbleiben wird. Dabei sind derzeit auch die Prognosen für die Gesamtkonjunktur eher verhalten. Gleichzeitig müssen die Kreditinstitute aber dringende Aufgaben im Kosten- und Risikomanagement, in der Banksteuerung und im Vertrieb erledigen, die teils erhebliche Mittel erfordern.

Trotz dieser Herausforderungen verlieren die Banker ihr eigentliches Geschäft nicht aus den Augen. Der scharfe Wettbewerb, der die Branche seit Jahren prägt, nimmt weiter zu, insbesondere durch Aktivitäten branchenfremder und ausländischer Wettbewerber. Kartendienstleister sowie neue Zahlungssysteme im Internet und Mobilfunk, aber auch Bankingportale als neue Schnittstelle zum Kunden fordern die Kreditinstitute heraus. Die Banken stärken ihre Wettbewerbsposition durch Investitionen in den Filialvertrieb und in elektronische Kanäle sowie durch die fortschreitende Industrialisierung der Geschäftsprozesse. Trendthema Nummer 1 sind derzeit Social Media, gefolgt von Apps für Smartphones. Wie die Befragung zeigt, sind hier schon viele Banken aktiv, aber für die kommenden Jahre stehen noch zahlreiche Projekte an.

Kreditinstitute, die ihren Kunden einen Mehrwertwert bieten, die für Vertrauen und Servicequalität stehen und die kosteneffizient arbeiten, haben auch in der „neuen Normalität“ der Finanzbranche, die von wachsenden Schwankungen und Unsicherheit geprägt ist, eine gute Startposition.

Hintergrund / Methodik der Studie:
Im Juli 2011 befragte forsa 120 Entscheider aus 100 der größten Kreditinstitute in Deutschland und 20 der größten Institute in Österreich zu den Branchentrends sowie zu den Strategien und Investitionszielen bis 2014. Die Entscheider repräsentieren die wichtigsten Bankengruppen in ihren jeweiligen Ländern: in Deutschland die Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Kreditbanken sowie in Österreich die Aktienbanken und andere einstufige Institute sowie Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die befragten Institute gehören zu den nach Bilanzsumme größten der beiden Länder.

Befragt wurden jeweils die Vorstandsvorsitzenden oder Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer, die Leiter der Unternehmensentwicklung, die Leiter von Finanzen und Controlling oder die Vertriebs- und Marketingleiter. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Aided Telephone Interviewing (CATI) durchgeführt. Neben der Ergebnisdarstellung enthält die Studie Zeittrends, die durch einen Vergleich mit den alljährlichen Branchenkompass-Studien seit 2002 ermittelt wurden.