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Nach wie vor reißt die Zahl der Insolvenzverfahren in Deutschland nicht ab. Die mit überraschender Eile vom Gesetzgeber vorgenommenen Änderungen des Insolvenzrechts bewahrten eine beachtliche Anzahl von Unternehmen vor dem Gang zum Insolvenzgericht. Wo nicht Überschuldung vorliegt, sondern das finanzielle Gleichgewicht in Unordnung gerät,bleibt aber weiterhin keine andere Konsequenz übrig.
Der Gesetzgeber will das Insolvenzrecht erklärtermaßen weiter modernisieren und den Unternehmen Möglichkeiten zur Fortführung und Sanierung an die Hand geben. So ist eine Reihe von Reformen auf den Weg gebracht worden, die unter anderem die Stärkung der Eigenverwaltung, aber auch schon lange geforderte Verbesserungen des Insolvenzplanverfahrens vorsehen.
Ein Aufsatz der Neuauflage des Insolvenzjahrbuches beschäftigt sich daher mit der Eigenverwaltung im Insolvenzplanverfahren und zeigt die Chancen auf, die sich daraus ergeben können. Der Leitaufsatz der Ausgabe greift eine weitere wichtige Entwicklung auf: die Internationalisierung von Insolvenzverfahren.
Die "tour du monde" geht in dieser Ausgabe nach Südamerika. Professor Héctor José Miguens von der Universität Buenos Aires stellt in seinem Aufsatz die Entwicklung und wesentlichen Instrumente des argentinischen Insolvenzrechts dar.
Im Serviceteil des Insolvenzjahrbuches findet sich erstmals ein Glossar mit deutschen, englischen und französischen Rechtsbegriffen.