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Die demographische Entwicklung und ihre negativen Folgen für die internationalen Arbeitsmärkte bereiten auch den Topentscheidern in deutschen, österreichischen und Schweizer Aktiengesellschaften Kopfzerbrechen. Die Manager stehen vor der Aufgabe, hochqualifizierte und verlässliche Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Doch wie sollen sich Arbeitgeber im Wettbewerb um die knappen Fachkräfte positionieren, wenn die Konkurrenz die Kandidaten lockt?
Hier kommt die aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligung ins Spiel. Angebote für den vergünstigten Kauf von Belegschaftsaktien für alle Beschäftigten – und nicht nur für das Topmanagement – stellen neben dem Festgehalt, Bonuszahlungen und Sachentgelten ein weiteres Vergütungsinstrument für Aktiengesellschaften dar. Nun ist die Aktienkultur in den drei DACH-Staaten Deutschland, Österreich und Schweiz noch nicht so weit entwickelt wie etwa in den angelsächsischen Ländern. Umso vorbildlicher sind die Initiativen zahlreicher börsennotierter Unternehmen, die in den deutschen Indizes DAX bzw. MDAX, im österreichischen ATX bzw. im Schweizer SMI notiert sind. Ihnen gelingt es Jahr für Jahr, viele Tausend Beschäftigte zu einem Investment in Belegschaftsaktien zu animieren.
Während die Arbeitgeber durch attraktive Angebote Fachkräfte motivieren und binden wollen, haben diese die Chance auf eine rentable langfristige Geldanlage und auf Miteigentum am Unternehmen. Die Praxis der einzelnen Unternehmen bei der Mitarbeiterbeteiligung ist nach wie vor wenig bekannt. Die vorliegende Studie, die das GEO DACH Chapter und das F.A.Z.-Institut herausgeben, will hier Abhilfe schaffen. Sie analysiert den Status quo in den drei DACH-Staaten und beleuchtet die mittelfristigen Perspektiven auf der Basis von 64 Interviews mit den größten börsennotierten Aktiengesellschaften. GEO ist ein weltweites Netzwerk zum Austausch von Wissen über die aktienbasierte Vergütung.
Im Juni und Juli 2011 bat das F.A.Z.-Institut die 120 Unternehmen, die zum Stichtag 20. Juli 2011 in den Börsenindizes DAX, MDAX, ATX oder SMI gelistet waren, um ein Interview zur „Aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligung“. 64 Unternehmen beteiligten sich an den Interviews auf der Basis eines strukturierten Fragebogens. Die hohe Rücklaufquote von 53,3 Prozent belegt das große Interesse am Thema. Die Interviews wurden telefonisch oder schriftlich durchgeführt, die Antworten flossen anonymisiert in die Analyse ein.