16. November 2011

Sicher bleiben im eigenen Zuhause

Assistenzsysteme für die alternde Gesellschaft.

Download der Pressemitteilung
Download PDF

Demographische Prognosen legen für die kommenden Jahre einen deutlichen Anstieg der Zahl hilfe- und pflegebedürftiger älterer Menschen in Deutschland nahe. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Erwartungshaltung der Bevölkerung wider. Wie die aktuelle Studie „Themenkompass Älterwerden in Deutschland“ des F.A.Z.-Instituts und der Deutschen Telekom AG ergab, rechnen 63 Prozent der Menschen ab 45 Jahren im Alter mit gesundheitlichen Problemen. Nahezu jeder Zweite befürchtet, einmal selbst zum Pflegefall zu werden.

Ungeachtet der erwarteten Einschränkungen möchten acht von zehn Befragten auch im Alter bevorzugt selbständig in den eigenen vier Wänden leben. In ihrem unmittelbaren Wohnumfeld legen sie dabei besonderen Wert auf einen schnellen Zugang zu medizinischer Betreuung sowie eine vollständige Versorgungsinfrastruktur. Auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung stoßen sogenannte Assistenzsysteme, also Technologien und Dienste, die das alltägliche Leben für Senioren angenehmer und sicherer machen. Das Spektrum der Dienste reicht von Notruf- und Alarmsystemen über Sicherheitsmelder, telemedizinische Kontrollen, Kommunikations- und Multimediaanwendungen bis hin zur Haus- und Haushaltstechnik. Insbesondere Haus- oder mobile Notrufsysteme, Sicherheitsmelder sowie Dienste zur Sturzüberwachung, die mittels Sensor erkennen, wenn ein Bewohner länger reglos ist, überzeugen eine große Mehrheit der Befragten. Telemedizinische Kontrollen für zu Hause befürworten rund zwei Drittel der ab 45-Jährigen. Auch Serviceportale, die einen einfachen Zugriff auf haushaltsnahe Dienste wie Lieferservices oder den Hausmeisterruf ermöglichen oder lokale Informationen wie Fahrpläne oder Veranstaltungstipps bereitstellen, finden ein positives Echo.

Wichtigstes Ziel der Assistenzsysteme ist es nach Meinung von 97 Prozent der Befragten, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben zu können. Dazu muss auch gewährleistet sein, dass mit Hilfe der Technologien im Bedarfsfall, beispielsweise bei einem Sturz oder anderen gesundheitliche Problemen schnell und gezielt Hilfe geholt werden kann, sagen 94 Prozent der Befragten. 87 Prozent hoffen außerdem, dass Assistenzsysteme einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen leisten, indem sie beispielsweise helfen, unnötige persönliche Arztbesuche oder Krankenhaus­aufenthalte zu vermeiden.

Hintergrund: Für die Studie „Themenkompass Älterwerden in Deutschland“ wurden im August 2011 1.000 in Privathaushalten lebende deutschsprachige Bürger ab 45 Jahren zu ihren Einstellungen und Erwartungen in Bezug auf das Alter sowie das technikunterstützte Leben mit Assistenzsystemen befragt. Die vom Marktforschungsinstitut forsa durchgeführte Befragung ist hinsichtlich der Zusammensetzung der Stichprobe für die deutsche Bevölkerung repräsentativ.


Die Studie „Themenkompass Älterwerden in Deutschland“ wird herausgegeben von F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen GmbH
und Deutsche Telekom AG
Erscheinungstermin: 16. November 2011, Preis: 75 Euro
Weitere Informationen:
Karin Gangl, k.gangl@faz-institut.de, Tel. 0 69 / 75 91 – 22 17, http://www.faz-institut.de/publikationen/katalog/aelterwerden-deutschland