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Russland erholt sich von der Krise, das Bruttoinlandsprodukt wird 2010 voraussichtlich um 4% zulegen, nachdem es 2009 im Zuge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise kräftig eingebrochen war. Die Konjunktur wird insbesondere durch den privaten Konsum angetrieben, aber auch die Investitionstätigkeit erfreut sich im zweiten Halbjahr einer wachsenden Dynamik und stimuliert die Importnachfrage.
Das Führungsduo Präsident Dimitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin haben die wirtschaftspolitischen Weichen neu gestellt: Sie setzen nicht mehr alleine auf die Entwicklung nationaler Champions sondern streben den Aufbau moderner Industriestrukturen auch mit ausländischer Beteiligung an. Wenn auch die strategische Neuausrichtung nicht immer einer klaren Linie folgt, und von kurzfristiger Taktik bestimmt werden kann, sind bereits einige wichtige Gesetze in die Wege geleitet worden, die für ausländischen Unternehmen attraktiv sind.
Die letzte große Reform hat ein gutes GmbH-Gesetz hervorgebracht und war ein wichtiges Signal für ausländische Unternehmen. Die arbeitsrechtlichen Neuerungen bezüglich hochqualifizierter Arbeitskräfte sind ebenfalls positiv zu bewerten. Das Gesetz über die Investitionen in strategischen Branchen soll eine Lockerung erfahren. Zudem sind im zweiten Halbjahr 2010 wichtige Gesetzesänderungen in Angriff genommen worden – und weitere Änderungen stehen 2011 bevor –, die das Geschäftsklima und die Förderung von KMUs gezielt verbessern und die Attraktivität für Auslandsinvestitionen erhöhen sollen.
Die Gründung der Eurasischen Zollunion durch Russland, Weißrussland und Kasachstan führt zu Erleichterungen im Zollbereich. Güter müssen bei der Einfuhr nur einmal verzollt werden und können dann auf dem Gebiet der Zollunion frei verkehren. Allerdings sind die Ausführungsgesetze hierzu teilweise noch unklar. Auch könnten im Zuge der Krisenbewältigung noch einzelne Sektoren verstärkt durch protektionistische Maßnahmen geschützt werden.
Der Investitionsführer Russland gibt Unternehmen, die sich in Russland engagieren oder einen Markteinstieg planen, einen Überblick über die jüngsten Trends der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Russland. Daran schließt sich eine Darstellung des russischen Bankwesens sowie der lokalen und internationalen Finanzierungs- und Absicherungsmöglichkeiten im Russlandgeschäft. Ein Kapitel befasst sich mit der Entwicklung ausgewählter Branchen, der Regionalstruktur und den Sonderwirtschaftszonen. Ausführlich geht der Investitionsführer dann auf die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren ein. Der Investitionsführer Russland dient insbesondere der Vorbereitung und Durchführung von Investitionsprojekten, eignet sich aber auch zur begleitenden Marktbeobachtung.
Der Investitionsführer Russland 2011 wird gemeinsam herausgegeben von F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen GmbH, DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, UniCredit Bank AG und Rödl & Partner.
Erscheinungstermin: November 2010
Umfang/Format: 112 Seiten, broschiert
Preis: 65,00 Euro inkl. MwSt. und Versand
ISBN-13: 978-3-89981-710-2
Der Investitionsführer kann per E-Mail beim F.A.Z.-Institut bestellt werden.
E-Mail-Adresse: laender@faz-institut.de
Weitere Informationen unter www.laenderdienste.de oder telefonisch unter 069 / 75 91 – 22 17