In einer Studie des internationalen Bankenverbands IIF warnen die Autoren vor einem weiteren Wertverlust der amerikanischen Währung. Von seinem Tiefstand um 1,20 US$/Euro im Juni wertete der US-Dollar bis Anfang Oktober bereits um 15% auf 1,38 US$/Euro ab. Allerdings waren zuletzt im Dezember 2009 auch Kurse um 1,50 US$/Euro erzielt worden. Hintergrund der jetzt geäußerten Abwertungsgefahr ist die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank relativ zur europäischen EZB und vor allem zu der in den schnell wachsenden Schwellenländern.
Die USA importierten nach eigenen Angaben in den ersten sieben Monaten 2010 Waren für 45 Mrd US$ aus Deutschland, das waren 16,5% mehr als im Vorjahr. Insgesamt hatten die US-Importe jedoch um 25,6% zugelegt. Damit entwickelte sich das US-Geschäft der deutschen Exporteure weit unterdurchschnittlich, der deutsche Marktanteil sank auf 4,3%. Dagegen steigerte China seine Warenlieferungen in die USA um 21,9% und erreichte einen Marktanteil von 18,1%. Dazu trug nach Meinung der US-Regierung und der EU auch die Unterbewertung des chinesischen Renminbi bei, der sich weiterhin eng am US-Dollar orientiert.
Hintergrundinformation: USA auf unsicherem Wachstumspfad
in: ExportManager vom 8. September 2010
www.exportmanager-online.de
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