22. Mai 2011

Handbuch Länderrisiken 2011: Euro-Zone, Japan und Nordafrika im Fokus

Trotz unerwartet hohem Wirtschaftswachstum in Deutschland eher negative Tendenzen in Europa. Schwellenländer holen weiter auf.

Download der Pressemitteilung im PDF-Format 

Die Schuldenkrise Griechenlands und Portugals sowie die Bankenkrise in Irland halten die Regierungen der EU in Atem. Inzwischen wird auch eine Umschuldung der griechischen Staatsanleihen nicht mehr ausgeschlossen. Doch die Europäische Währungsunion und der Euro sollen mit allen Mitteln verteidigt werden. Dazu haben sich die Mitgliedsländer auf die Einrichtung eines 700 Mrd Euro schweren Krisenfonds verständigt. Für die Forderungen gegenüber Unternehmen in den betroffenen Ländern bedeutet dies langfristig eine größere Sicherheit, auch wenn kurzfristig höhere Ausfälle zu befürchten sind.

Auch die Ereignisse in Japan und in den arabischen Ländern haben die Sicht auf die weltwirtschaftliche Entwicklung 2011 einschneidend verändert. Mit der aktualisierten Übersetzung des Guide Coface Risque Pays 2011, den der Forderungsspezialist Coface im Januar in Paris veröffentlichte, präsentierten Coface Deutschland und das F.A.Z.-Institut am 12. Mai 2011 anlässlich des Kongresses Länderrisiken 2011 einen einzigartigen Überblick über die Länderrisiken in fünf Regionen und 156 Ländern. Neben den Auswirkungen der geopolitischen Ereignisse dieser Tage auf die einzelnen Länder nehmen Branchenanalysen und Ausführungen zu den Zahlungsmodalitäten vor Ort breiten Raum ein.

Japan steht nach der größten Naturkatastrophe der jüngeren Geschichte vor einem umfangreichen Neuaufbau von Städten, Verkehrswegen und Industrie. Das Land ist aber in der Lage, einen relativ schnellen Wiederaufbau zu finanzieren und durchzuführen. Daher dürften sich die weltwirtschaftlichen Folgen des Desasters in Grenzen halten. Allerdings steigt die ohnehin hohe Staatsverschuldung Japans und die Inflation dürfte vorübergehend anziehen.

Als hohe politische Klippen für die wirtschaftliche Entwicklung haben sich gerade zu Beginn des Jahres 2011 Einkommensunterschiede und mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten erwiesen. Aber auch der Ausschluss von politischer Macht hat die Bevölkerung einiger arabischer Länder zum Aufstand gegen die herrschenden Präsidenten motiviert. Dadurch haben sich die wirtschaftlichen Aussichten dieser Länder kurzfristig verschlechtert. Zudem strahlt die von Tunesien ausgehende „Jasmin-Revolution“ nun auch auf andere Regionen aus. Steigende Preise schüren den Unmut der Bevölkerung unter anderem in China und Indien.



Das Handbuch Länderrisiken wird herausgegeben von Coface Deutschland in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Erscheinungstermin: 12. Mai 2011 (anlässlich des Kongresses Länderrisiken)

Umfang/Format: 448 Seiten, Paperback
Preis: 98,00 € inkl. MwSt. und Versand
ISBN: 978-3-89981-716-4

Bestellung per Internet unter www.laenderdienste.de

Weitere Informationen erhalten Sie bei Karin Gangl, Marketingleiterin, F.A.Z.-Institut, Mainzer Landstraße 199, 60326 Frankfurt am Main, Telefon: (0 69) 75 91 – 22 17, Fax: - 19 66, k.gangl@faz-institut.de.