8. Februar 2012

Ein Warnsignal

Die Schweiz ist bei Innovationen europäisch weiterhin top

Die Schweiz bleibt Innovationseuropameister. Wie der neuste Bericht der EU-Kommission zum Thema Innovation zeigt, verbessert sich zwar auch die Innovationsleistung der EU-Länder. Aber der Graben zur Schweiz, den USA oder Japan bleibt bestehen. Die Schweiz übertrumpfe die 27 EU-Länder sowie weitere europäische Staaten „fortlaufend“ und bleibe führend in Sachen Innovation, heißt es im Bericht der EU-Kommission. Deutschland erreichte den Angaben zufolge auf einer Skala von 0 bis 1 ein Ergebnis von rund 0,7 Punkten. Schwächen bestünden unter anderem bei den "humanen Ressourcen" und in der Forschungslandschaft. Wie die übrigen Innovationsführer zeige Deutschland jedoch sehr gute Leistungen bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, auch von privaten Unternehmen, lobte die Kommission.Bei der Vorstellung des „Innovation Union Scoreboard“ (IUS) am Dienstag in Brüssel hielten EU-Experten fest, dass es in der Innovation kein Patentrezept gebe. Viele Faktoren spielten eine Rolle. Generell könne aber bei der Schweiz festgestellt werden, dass sie sich überall dort verbessert habe, wo sie vorher etwas weniger gut war. Bei dieser gezielten Förderung bestimmter Teile der Wirtschaft oder Forschung gibt es laut den Kommissionsexperten in vielen EU-Ländern noch Nachholbedarf. Für die EU-Länder heißt es deshalb aufholen. „Die diesjährigen Ergebnisse sind ein deutliches Warnsignal dafür, dass wir mehr Anstrengungen zur Förderung der Innovation unternehmen müssen“, erklärte EU-Industriekommissar Antonio Tajani vor den Medien. Für seine Kollegin Maire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Innovation und Forschung, ist die Innovation „das Herz der EU-Wirtschaftspolitik und ein Ausweg aus der Krise“. Die Länder, die am wenigsten Innovation betrieben hätten, litten nun auch am meisten unter der Krise, sagte sie. Innovation starte mit einer exzellenten Forschung. „Wir brauchen dringend einen Europäischen Forschungsraum, mit dem ein stärkerer Wettbewerb angeregt und Spitzenleistungen erbracht werden können“, sagte die irische Kommissarin weiter.

Quelle: suedostschweiz.ch